Presse
22.02.2014, 18:00 Uhr
Landkreisentwicklung zwischen den Ballungsräumen sichern
Bekenntnis zu den Kreiskliniken - Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor
Einen fulminanten Auftritt Ihres Landratskandidaten Siegfried Walch erlebten die Mitglieder der Mittelstandsunion und der Christlich Sozialen Arbeitnehmerunion bei einer gemeinsamen Veranstaltung im Wochinger-Bräustüberl. 
Mit einem Wörterbuch "Reiterwinkerisch - Hochdeutsch" von Dr. Franz Heigenhauser bedanken sich die Vorsitzende der Mittelstandsunion Traunstein Petra Fürst-Zimmermann und der Vorsitzende der CSA Traunstein Dr. FranzHeigenhauser bei Landratskandidat Si

Kooperation, nicht Konfrontation von Arbeitgebern und Arbeitnehmern kennzeichne das Verhältnis innerhalb der CSU und trage wesentlich zum Erfolg der Partei bei, so der CSA-Vorsitzende Dr. Franz Heigenhauser in seiner Einführungsrede. Ausdruck dafür seien auch die gemeinsamen Veranstaltungen beider Verbände. Angesichts der aktuellen hervorragenden Umfrageergebnisse für die CSU begrüßte er Walch als Landratskandidaten mit glänzenden Aussichten.

Siegi Walch hob in seiner Vorstellung hervor, dass er den Ehrgeiz habe, nicht nur als Kandidat der Mehrheitspartei, sondern als der geeignetste Kandidat  in das Amt des Landrats gewählt zu werden.

In seinen Augen sei die weitere Entwicklung des Landkreises eine Mammutaufgabe, gerade was die demographische Entwicklung betreffe. Eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben werde sein, jungen Menschen in der Region eine berufliche und persönliche Perspektive zu geben, um das Ausbluten des ländlichen Raumes zu verhindern. Deshalb müssten die Themen Bildung und Ausbildung weiterhin politischer Schwerpunkt bleiben. Da gerade rund um Hochschulen wirtschaftliche Dynamik entstehe, strebt Walch die Errichtung regionaler Hochschuleinrichtungen in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim und der Hochschule der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft an. Wesentlicher Bestandteil seiner Politik werde auch die Förderung der dualen Ausbildung und die Weiterbildung der Fachkräfte in Handwerk, Handel und Gastronomie sein. "Als Schulträger der Berufsschulen kommt dem Landkreis dabei eine wesentliche Rolle zu", erklärte Walch.  

In der Geschichte sei Wohlstand dauerhaft nur dort erreicht worden, wo ausreichend dimensionierte und sichere Handelswege vorhanden waren. Aufgabe der Politik sei es daher, für eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen. Dazu gehöre neben den Verkehrswegen und der Nachrichtentechnik auch die Versorgung mit bezahlbarer Energie. Bei der Energiewende steht für Walch die Nutzung der Wasserkraft im Vordergrund, da dafür in der Region die besten Voraussetzungen gegeben seien.

Im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung hob Walch den Tourismus besonders hervor, der mit 550 Mio € pro Jahr ganz wesentlich zur Wertschöpfung im Landkreis beitrage. Wegen der Bedeutung des Themas setze er sich für die Etablierung eines Tourismus-Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium und die Bereitstellung von Mitteln für die Förderung von Investitionen in den Ausbau von Qualität im Tourismus ein. "Ich werde mich vehement für die Fusion der Tourismusverbände Chiemsee-Alpenland und Chiemgau einsetzen", versprach Walch.

Bei der Jugendhilfe, für die der Landkreis mehr als 14 Mio € pro Jahr ausgibt, setzt Walch auf einen Systemwechsel. Ziel sei die Abkehr von möglichst langer Betreuung hin zu mehr Prävention und der Schaffung von Anreizen zu zielorientiertem Handeln. Dies soll durch eine sozialraumorientierte Hilfe an Familienstützpunkten unter Einbeziehung von Vereinen, Betrieben und freien Trägern erreicht werden.

In der Altenpflege sieht Walch den Landkreis in einer vorbildlichen Position. Der Landkreis Traunstein sei in Oberbayern der einzige, der noch Kreisaltenheime betreibe: "Dies solle auch so bleiben." Walch bekannte sich ebenso ausdrücklich zum Erhalt der Kreiskliniken. Harsche Kritik übte er an einigen Kreistagskollegen, die den Sanierungsprozess der Kreiskliniken mit wenig hilfreichen Kommentaren über Schließungen begleiteten und damit zu einer Verunsicherung der Mitarbeiter/innen beitragen würden. Das Sanierungskonzept verlange allen Beteiligten viel ab, sei aber umsetzbar und zielführend. Eine Privatisierung der Kliniken komme für Walch nicht in Frage.

Nach einer Vorstellungsrunde der anwesenden Kreistagskandidaten/innen aus den beiden Verbänden führte Kreisrat Andreas Hallweger durch die Diskussion. Auf die Frage von Petra Fürst-Zimmermann nach der weiteren Entwicklung der Verkehrs-Infrastruktur hob Walch den Erhalt der bestehenden Verkehrswege hervor, betonte aber auch seine Entschlossenheit zum Neubau, wo wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vertretbar. Eine grundsätzliche Verweigerungshaltung dürfe es nicht geben. Erik Stettmer brachte das Thema Salzachbrücke in die Diskussion ein. Hierzu bemerkte Walch, dass er – unabhängig davon, für welchen Standort man sich entscheide – den Bau der Brücke befürworte. Die Brücke sei im Sinne eines Zusammenwachsens der Regionen dringend notwendig.  

Zum Problem der Bindung von Fachkräften in der Region verwies Robert Aigner auf die Initiative „Die beste Ausbildung der Welt“ der heimischen Wirtschaftsverbände. Politik, Bildungseinrichtungen und Betriebe müssten in gemeinsamer Anstrengung alles dafür tun, den jungen Menschen in der Region die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Josef Daxenberger betonte, dies sei nicht nur im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch im Sinne der Bewahrung unseres sozialen und kulturellen Umfelds notwendig; denn woher solle künftig der Nachwuchs für Vereine, Feuerwehren und andere ehrenamtlichen Tätigkeiten kommen, wenn nicht aus der Jugend der Region.

>>> Pressemitteilung der Mittelstandsunion
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